Starker Blick von außen

Jörg Langer hat sich die Zeit genommen, Frankfurt ungeschminkt in einem ausführlichen Video vorzustellen. Seine Worte haben mich sehr bewegt, weil er nicht nur auf die Bilder eingeht, sondern auch auf die Haltung, die dieses Projekt trägt.

Er beschreibt, wie das Buch wirkt, was ihn überrascht hat, warum bestimmte Momente hängenbleiben und wie sich die Verbindung aus Fotografie und Text entfaltet. Es ist ein Blick von außen, der unglaublich wertschätzend ist und gleichzeitig präzise trifft, worum es mir in diesem Projekt geht: Nähe, Respekt und Echtheit.

Ich freue mich sehr, dieses Video hier teilen zu dürfen.
Es zeigt, wie intensiv ein Buch werden kann, wenn jemand wirklich hinschaut.

Frankfurt – ungeschminkt

Nach langer Recherche, intensiven Begegnungen und unzähligen Momenten auf den Straßen Frankfurts ist es soweit. Mein sozialkritischer Bildband „FRANKFURT – UNGESCHMINKT“ ist erschienen.

Das Buch zeigt das menschliche, kulturelle und soziale Gesicht der Stadt – jenseits der Skyline, mitten im Leben. Im Fokus stehen die Kontraste und Lebensrealitäten dieser Stadt, besonders im Bahnhofsviertel und Gallusviertel.

Es geht um Orte und Menschen, die oft übersehen werden, die aber Frankfurt prägen wie kaum etwas anderes.
Frankfurt – ungeschminkt verzichtet bewusst auf Hochglanzinszenierungen. Stattdessen entsteht ein dokumentarisch-persönlicher Blick – roh, direkt und nah dran.

Der Bildband ist ab sofort in jeder Buchhandlung erhältlich – oder online bei Amazon und der Buchhandlung LeseZeit in Bad Vilbel.

„Frankfurt – ungeschminkt“ von Lars D. Unger
Ein dokumentarisch-humanistischer Blick hinter die Skyline

„Frankfurt – ungeschminkt“ ist ein dokumentarisch-essayistischer Bildband, der Fotografie und Text zu einer eindringlichen gesellschaftlichen Erzählung verbindet. Das Werk steht in der Tradition sozial engagierter Reportagefotografie und begreift die Stadt als Spiegel ihrer Gegensätze – zwischen Glanz und Schatten, Reichtum und Armut, Macht und Ohnmacht.

Im Mittelpunkt stehen jene Menschen und Lebenswelten, die im Schatten der Skyline sichtbar werden. Die Fotografien und begleitenden Texte zeigen das reale Frankfurt – ungeschönt, respektvoll und mit unantastbarer Würde für die Porträtierten. Sie richten den Blick auf soziale Spannungen, aber auch auf Hoffnung, Solidarität und Menschlichkeit im urbanen Alltag.

Inhaltlich lässt sich das Werk links der Mitte verorten: sozialkritisch, progressiv und menschenzentriert – ohne ideologisch zu sein. Indem es die Kluft zwischen Arm und Reich beleuchtet, leistet der Bildband einen Beitrag zur demokratischen Debatte über soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe. Er plädiert für eine evidenzbasierte, humane Sozial- und Drogenpolitik nach europäischen Vorbildern und fordert, gesellschaftlichen Herausforderungen mit Prävention, Aufklärung und Empathie zu begegnen – statt mit Stigmatisierung und Strafe.

„Frankfurt – ungeschminkt“ ist kein Manifest, sondern ein humanistisches Zeitdokument, das Kunst, Dokumentation und gesellschaftliche Verantwortung miteinander verbindet. Es lädt dazu ein, genauer hinzuschauen, statt wegzusehen – und das Verbindende im vermeintlich Fremden zu erkennen.

Leseprobe

PRESSETEXT

Frankfurt – ungeschminkt
Mit Frankfurt ungeschminkt legt der Fotograf und Autor Lars Denis Unger ein Werk vor, das mit großer Nähe, Respekt und dokumentarischer Klarheit auf das schaut, was im öffentlichen Bild der Mainmetropole häufig unsichtbar bleibt. Über mehr als vier Jahrzehnte, von den 1980er-Jahren bis heute, hat Unger Eindrücke, Begegnungen und persönliche Erfahrungen gesammelt. Sie fließen in einem Buch zusammen, das fotografisch präzise, erzählerisch dicht und zutiefst humanistisch ist.

Ein Frankfurt jenseits von Postkarten und Skyline
Während die Hochhäuser der Stadt oft als Symbole für Glanz und Erfolg wahrgenommen werden, richtet Unger seinen Blick auf die Lebensräume im Schatten dieser Fassaden: das Gallus, das Bahnhofsviertel, vergessene Plätze, Hinterhöfe und Menschen, deren Geschichten sonst selten im Rampenlicht stehen.

Der Bildband zeigt eine Stadt voller Gegensätze. Er spricht über Finanzkraft und Verwundbarkeit, über Hoffnung und Zerfall, über soziale Kälte und überraschende Solidarität. Ungers Haltung bleibt dabei klar: Menschen sollen nicht exponiert, sondern respektvoll sichtbar gemacht werden – mit Würde, Menschlichkeit und einem offenen Blick.

Porträts, Straßenszenen und persönliche Erzählungen
Die Fotografien, teils in Schwarzweiß, teils farbig, bewegen sich zwischen Street Photography, dokumentarischer Reportage und persönlicher Erinnerungsarbeit. Sie zeigen Sexarbeiterinnen, Obdachlose, Sicherheitskräfte, Clubbetreiber, Geflüchtete, Anwohnerinnen und Menschen, die mit der Straße verbunden sind.

Ergänzt werden die Bilder durch beobachtende Texte und autobiografische Erinnerungen aus Ungers Kindheit im Gallus. Manche davon sind schmerzhaft, andere überraschend zart. Zusammen entsteht ein vielschichtiges Porträt Frankfurts, das nicht urteilt, sondern hinschaut – auch dort, wo es unbequem ist.

Authentische autobiografische Momente – und ihre Wirkung
Ein wesentlicher Bestandteil des Buches sind die persönlichen Erlebnisse, die Unger erstmals öffentlich erzählt. Sie verleihen dem Werk eine emotionale Tiefe, die weit über eine rein fotografische Betrachtung hinausgeht.

Wie stark diese Momente wirken, zeigte bereits die ersten beiden Lesungen. Viele Besucherinnen und Besucher beschrieben das Gehörte als intensiv und bewegend. Manche sagten, sie müssten das Erlebte erst einmal sacken lassen. Andere fanden, dass gerade die biografischen Passagen dem Buch eine besondere Tiefe verleihen. Eine Zuhörerin berichtete, sie habe das Viertel danach mit völlig neuen Augen gesehen.
Das Feedback macht deutlich, dass Frankfurt ungeschminkt emotional berührt und lange nachklingt.

Ein Buch mit gesellschaftlicher Relevanz
Unger greift Themen auf, die den öffentlichen Diskurs prägen: soziale Ungleichheit, Migration, Sucht, Gewalt, Wohnungsnot und Stadtwandel. Gleichzeitig erzählt er von Hoffnung, Mut, Zugehörigkeit und persönlichen Neuanfängen. Damit berührt das Buch Fragen, die weit über Frankfurt hinausreichen.

Veröffentlichung
Erschienen am 31. Oktober 2025

  • Hardcover, 164 Seiten
  • Preis: 49,99 €
  • ISBN: 978-3-00-084506-2

Lesungen und Ausstellungen
Zur Veröffentlichung startet eine Reihe von Lesungen und Ausstellungen. Die erste Veranstaltung am 19. November 2025 in der Evangelisch-methodistischen Kirche in Friedrichsdorf war sehr gut besucht und zeigte, wie stark das Buch wirkt. Weitere Termine in Frankfurt, Heidelberg und anderen Städten folgen. Besonders im Bahnhofsviertel wird Unger Einblicke in die Entstehung des Projekts geben.

Ein Werk, das zum Hinschauen einlädt
Lars Denis Unger verbindet ästhetische Fotografie, gesellschaftliche Beobachtung und persönliche Reflexion zu einem Werk, das eine Stadt aus ungewohnten Blickwinkeln sichtbar macht.
Frankfurt ungeschminkt ist kein gewöhnlicher Bildband, sondern ein visuelles und erzählerisches Zeitdokument.

Es ist ein Buch über Menschen, über ihre Verletzlichkeit und ihre Würde.
Und über die Frage, wie viel Mut es braucht, wirklich hinzuschauen.